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RÜCKSCHAU
Anfänge des Touristenvereins "Die Naturfreunde" e.V.

Als sich im März 1971 eine Handvoll Aßlinger trafen, war man sich einig, daß man künftig gemeinsam die so wertvolle Freizeit sinnvoll verbringen wollte, aber wem man sich anschließen sollte, war noch offen.

Es gab einige Möglichkeiten. Und schon nach ein paar Zusammenkünften gab die grosse Freizeitpalette der Naturfreunde und deren Auffassung von ungezwungener Freizeit den Ausschlag zur Gründung einer Ortsgruppe des Touristenverein "Die Naturfreunde".
Dieser Verband gesteht seiner Basis in seiner Satzung Eigenständigkeit und Mitentscheidung zu. Die Ortsgruppe ist unabhängig, hat satzungsgemäße Aufgaben zu erfüllen, deren Erfüllungsweise allein der Ortsgruppe überlassen ist.

Am 10.03.1971 war es dann zur Gründung gekommen. Als Vorsitzender wurde Karl Gruber gewählt. Er versieht dieses Amt noch heute, wenngleich er sich wünschen würde, daß einer oder eine der "Jungen" mal die Verantwortung übernehmen würde. Kassier war Wolfgang Muß und Schriftführerin war damals Rosi Latein. Sie hatte dieses Amt bis 1981 und war seitdem als stellvertretende Vorsitzende tätig.
Die NF-Ortsgruppe Rosenheim (NF=Naturfreunde) übernahm die Patenschaft für die Aßlinger NF und stand in der Anfangszeit mit Rat und Tat zur Seite; ebenso wie der damalige Bezirksvorstand Kurt Hahn, durch dessen Tod uns 1993 ein guter Freund verloren ging.

Bereits ein paar Wochen danach wurde die erste gemeinsame Wandertour unternommen. Ziel war der Taubenberg bzw. Maroldhof. Viele Bergfahrten folgten.

Die ersten gemeinsamen Skiausflüge führten bereits im Winter 1972 zu einer eigenständigen Skiabteilung.

Im Frühjahr 1972 wurd auf Anregung einiger Mütter mit dem Judosport für Schüler begonnen. Was erst als Basistraining für Skilauf und Bergsport angesehen wurde, entwickelte sich neben dem Skilauf zum Kern der Jugendarbeit, besonders in der schneelosen Zeit.
Viele Aktivitäten, wie auch Mitarbeit bei allen möglichen Ereignissen brachten die Naturfreunde den Aßlingern näher. Erwähnt seien hier nur Waldsäuberungen, Festumzüge, Rad- und Wandertage, Naturschutz u.v.m.

Immer haben die Naturfreunde bewiesen, daß sie verstehen eigene Wege zu gehen. So sei nur an die Wandermedaillenserie "Geschützte Tiere" erinnert. Das erste hier verewigte Insekt war die kleine rote Waldameise. Sie wurde 2 Jahre danach vom damaligen bayerischen Umweltschutzministerium unter absoluten Naturschutz gestellt. Daraufhin überreichten die Aßlinger Naturfreunde Minister Streibl persönlich eine wertvolle Urkunde, nebst goldener Ameisenmedaille. Es war eine Reihe von Wandertagen, die Aßlings Umgebung bei Wanderfreunden aus nah und fern in neuem Licht erscheinen ließ.

In den ersten Wintern wurde dann der Grundstein für die Aßlinger Wintersportfahrten gelegt. Alljährlich gab es eine Sylvesterschlittenfahrt und regelmäßige Skifahrten. Sehr viele junge Aßlinger haben bisher daran teilgenommen und auch die Skikurse sahen eine große Teilnehmerschar.

Seit 1978 wird von den NF Aßling auch recht aktiv Wassersport betrieben. Zunächst wurde eine Windsurfgruppe gebildet, die am Simssee eine Bootshütte für ihre Aktivitäten gepachtet hat und seit ein paar Jahren knüpfen die Aßlinger an eine lange Tradition der Naturfreunde an und betreiben unter der Leitung von Günther Wolf auch Kanusport.

Wohl mußte wie in allen Vereinen in den letzten Jahren hie und da auf manche Maßnahme wegen Mangel an engagierten Mitgliedern verzichtet werden. Doch viele unserer Jungmitglieder lassen hoffen. Sicher wird die Zukunft viel Neues bringen. Das bisher Geschaffene soll aber, wenn auch immer wieder modifiziert, erhalten werden.
Gerade in dieser familienfeindlichen Zeit ist es wichtig alle Altergruppen bei gemeinsamen Unternehmungen zusammenzubringen und eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu betreiben, die nicht zu Lasten der Umwelt geht.
Nicht von ungefähr kam es, daß die Naturfreundebewegung Deutschland den Slogan vom "Sanften Tourismus" schon vor mehr als 10 Jahren kreierte und auch Taten folgen ließ.